Hallo Welt!
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Heilung ist in meinem Verständnis ein Prozess und ein sich wiederkehrender Zyklus, dessen Kern in der Wiederherstellung von Kontakt zu sich selbst, Abgespaltenem und dessen Re-Integration besteht. Er ist auch verbunden mit der Wiederherstellung von Kernlebenskraft …
… In NARM™ beinhaltet dieser Prozess folgende Schritte:
Ergründung der Identität -> Auflösung einer Identifizierung, die auf Scham, Schuld und von außen übernommenen Werten basiert -> Wiederherstellung der Verbindung zu Kernbedürfnissen und -fähigkeiten -> Wiederherstellung von Kontakt und Lebendigkeit.
Diese Schritte ermöglichen zunehmendes Gewahrsein unserer Überlebensstrategien und fördern die Fähigkeit zu Gewahrsein des eigenen Körpers, seiner Empfindungen und Bewegungen.
Diese „somatische Achtsamkeit“ ermöglicht allmähliche Entladung von Erstarrungszuständen aus der Vergangenheit im begleitenden Setting und unterstützt -> zunehmende Regulierung und Präsenz -> zunehmenden Kontakt mit dem Körper -> wachsende Selbstregulierungsfähigkeit.
In dem Maße, in dem wir wieder mehr Kontakt zu uns selbst herstellen, authentischer werden, unsere Kapazitäten zum Empfinden, Fühlen, zu Intuition, Kreativität und Flexibilität langsam wachsen, können wir auch allmählich authentischer in Beziehung zu Menschen (und allen Lebewesen, der Natur) treten.
Sich Grundbedürfnisse zu verwehren basiert auf Scham. Wenn elementare Grundbedürfnisse des Kindes wie das, im Arm gehalten und umsorgt zu werden, nicht erfüllt werden, beginnt das Kind zu glauben, dass etwas an seinem Bedürfnis falsch ist. … Es ist nicht in der Lage, sich selbst als guten
Menschen in einer schlimmen Situation zu erfahren.
Bei chronischer Vernachlässigung, bei Gewalt- oder Missbrauchserfahrungen oder mangelnder Einstimmung bleiben elementare Bedürfnisse des Kindes unerfüllt. Es reagiert mit Protest. Bleibt der unbeantwortet und die Bedürfnisse weiter unerfüllt kann der Protest in Wut oder Zorn umschlagen.
Das bringt das Kind in ein Dilemma: Aggressiv zu reagieren bedroht die Bindungsbeziehung, die aber überlebensnotwendig ist. Um diese zu schützen, lernt das Kind, sich vom Kontakt mit der Wut abzuspalten und sie auf sich selbst zu lenken. … Die Bezugspersonen als liebes-unfähig zu sehen, ist für das Kind weitaus katastrophaler, als sich selbst als mangelhaft zu erleben: Lieber ein nicht liebenswertes Kind liebevoller Bezugspersonen sein, als das liebenswerte Kind von Bezugspersonen, die nicht liebesfähig sind.
In NARM betrachten wir Scham, Selbstablehnung und Selbsthass nicht als Emotionen sondern als … Strategien, über die wir uns von unserem authentischen Selbst abschneiden.
S. 97ff, L. Heller, Brad Kammer, Praxisbuch – Entwicklungstrauma heilen; Auszüge
Als Entwicklungstrauma wird die Reaktion auf eine länger andauernde Erfahrung von nicht eingestimmter oder mangelnder Bindung, emotionaler oder psychischer Vernachlässigung oder emotionaler oder psychischer Gewalt durch Bindungspersonen bezeichnet …
… Entwicklungstrauma erleben wir vorgeburtlich oder in den ersten Jahren unserer Entwicklung, wenn wir in unserer Sicherheit und unserem Wohl komplett von unseren Bindungspersonen abhängen. Diese Traumatisierungen beeinträchtigen unsere Entwicklung auf der körperlichen, emotionalen, kognitiven, sozialen Ebene.
Auf anhaltende Frustration unserer frühkindlichen Bedürfnisse, emotionale oder psychische Gewalt reagiert das Baby oder Kleinkind mit Protest. Wird dieser nicht beantwortet und erfährt es dauerhaft keine Sicherheit, Liebe oder Befriedigung von Bedürfnissen wird daraus Ärger und Wut. Es entsteht ein Kern-Dilemma: Das Baby oder Kleinkind will seine Bindungspersonen lieben und sich an sie binden. Gleichzeitig wird es von ihnen im Stich gelassen, missbraucht, bestraft oder nicht gesehen in dem, was es braucht.
Um im Feld der Bindungspersonen überleben und die Bindung zu ihnen aufrecht erhalten zu können, muss sich das Baby/Kleinkind abspalten von den Gefühlen von Ärger und Wut. Es richtet die Wut gegen sich selbst (Einagieren). Es beschämt sich selbst und hasst sich in seinem Da-Sein oder So-Sein.
Diese Reaktion bezeichnen wir als das eigentliche Entwicklungstrauma. Bindung geht vor Authentizität. Hier wird ein frühes Muster geprägt: „Ich muss ein gutes Kind“ sein. Oder: „Ich muss immer etwas tun, um geliebt zu werden“. Oder: „Ich muss immer anders sein, als ich bin.“ Diese Strategien der Selbstoptimierung werden oft bis ins Erwachsenenalter übernommen und perfektioniert.